Das Brennstoffzellenfahrzeug zählt auch zu den Elektrofahrzeugen. Dabei wird die Energie nicht in einer Batterie gespeichert, sonder durch Wasserstoff im Fahrzeug bereitgestellt.

Die Elektromobilität mittels Wasserstoff verspricht eine lokal emissionsfreie Mobilität mit hohen Reichweiten und schnellem Auftanken. Problematisch sind jedoch hohe Anschaffungskosten, die geringe Tankstellendichte und die mangelhafte Verfügbarkeit grünen Wasserstoffs.

Ökologisch als auch wirtschaftlich vielversprechende Anwendungsfälle werden nachfolgend vorgestellt.

H2 Nutzfahrzeuge

Smart Mobility Blume

Die Smart Mobility Blume beschreibt wieviel Knowhow ein Unternehmen in einem der fünf Themengebiete der Smart Mobility besitzt. Je mehr eines der farbigen Blütenblätter dunkel eingefärbt ist, desto höher ist die Relevanz im entsprechenden Themengebiet. Analog ist kann dies auf die Anwendungsfälle übertragen werden.

Die CO2-Emissionen des Mobilitätsektors in Deutschland stammen zu 35% (ca. 56 Mio. t CO2 p.a.) von Nutzfahrzeugen. Der Begriff der Nutzfahrzeuge beinhaltet neben LKWs auch sämtlich andere Nutzfahrzeuge wie bspw. Fahrzeuge der Müllentsorgung und Paketdienste (vgl.BMU, 2020) . Für die Reduktion der CO2 Emissione im Straßengüterverkehr ist die konsequente Elektrifizeirung des Antriebs notwendig. Nur so lassen sich die ab 2020 für leichte Nutzfahrzeug und ab 2025 für schwere Nutzfahrzeug geltende CO2 Grenzwerte einhalten. Leichte Nutzfahrzeuge, die ab 2020 neuzugelassen werden, dürfen maximal 147 Gramm CO2 pro km ausstoßen. Bei schweren Nutzfahrzeugen, die ab 2025 neuzugelassen werden, muss der CO2 Ausstoß pro km um 15% und ab 2030 um 30% geringer sein als in der Referenzperiode zwischen Juni 2019 und Juni 2020 (vgl.BMU, 2020). Nutzfahrzeuge die Wasserstoff als Energieträger in Kombination mit Brennstoffzellen nutzen haben ähnliche Betankungszeiten und Nutzlasten wie vergleichbare Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Des Weiteren sind Wasserstoffnutzfahrzeuge lokal emissionsfrei und bieten eine geringer Lärmemission, was einen reduzierenden effekt auf die innterstädische Luft- und Lärmemissionen hat (vgl. Adorff, 2020). Aktuell bietet Hyundai in der Schweiz ein pay-per-use Leasing von Wasserstoff-LKWs an. Im Rahmen einesKooperation Joint-Venture zwischen der Hyundai Motor Compony und der H2 Energy erfoglt bis 2025 die schrittweise Eingleiderung von 1.600 Fahrzeugen in den schweizer Güterverker. Es handelt sich hierbei um einen 4×2 LKw mit Trockenkoffer- bzw. mit Kühkofferaufbau und einem Zug-Gesamtgewicht von 36t (vgl. Hyundai Hydrogen Mobility, 2021). Des Weiteren planen Daimler und Volvo im Rahmene eines Joint-Venture einen 40t LKW bis 2025 serienreif auf dem Markt anzubieten. Darüber hinaus forschen und entwicklen eine Vielzahl von Nutzfahrzeughersteller im Bereich Wasserstoff Nutzfahrzeuge (vgl. Adorff, 2020).

Quellen:

  • Adorff (2020), Strategien und Entwicklungsperspektiven des Systems Wasserstoffmobilität in Deutschland
  • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (2020), Klimaschutz in Zahlen – Fakten, Trend und Impulse deutscher Klimapolitik
  • Hyundai Hydrogen Mobility (2021), https://hyundai-hm.com/, Abruf am 26.03.2021

H2 Rettungswagen

Smart Mobility Blume

Die Smart Mobility Blume beschreibt wieviel Knowhow ein Unternehmen in einem der fünf Themengebiete der Smart Mobility besitzt. Je mehr eines der farbigen Blütenblätter dunkel eingefärbt ist, desto höher ist die Relevanz im entsprechenden Themengebiet. Analog ist kann dies auf die Anwendungsfälle übertragen werden.

Ein lebenswichtiges Verkehrsmittel ist der Rettungswagen. Aufgrund des breiten Einsatzspektrums vom reinen Krankentransport, über die notfallmedizinische Versorgung von schwerverletzten Personen bis hin zum Einsatz im Katastrophenfall, muss eine permanente Einsatzbereitschaft des Rettungswagen gewährleistest sein. Daraus ergeben sich besondere Anforderungen an die Fahrzeugtechnik. Neben der zuverlässigen Bereitstellung von Antriebsleistung muss auch eine verlässliche Versorgung der an Board befindlichen lebensnotwendigen Medezintechnik gewährleisten sein. Toyota und das japanische Rotekreuz testen ab Sommer 2021 ein Brennstoffzellen Rettungswagen. Das Fahrzeug basiert auf Toyota Kleintransporter Coater und nutzt der Brennstoffzellenantriebsstrang stammt aus dem Toyota Mirai. Die geplante Reichweite beträgt 210 km und die Höchstgeschwindigkeit 100 km/h. Des weiteren beinhaltet das Fahzeugkonzept die Möglichkeit die Brennstoffzelle (9kW Gleichstromsystem und 90 kWh Kapazität) auch als lokale Notstromversorugung im Katastrophenfall für technisches bzw. medezinisches Gerät zu nutzen. (vgl. Toyota, 2021)

Quellen:

  • Werwitzke (2021), Rettungsfahrzeug mit BZ-Antrieb des Toyota Mirai. Erreichbar unter: https://www.electrive.net/2021/03/31/rettungsfahrzeug-mit-bz-antrieb-des-toyota-mirai/. Abruf am 09.04.2021.